40-jähriges Priesterjubiläum von Pater Alban Schmitt OFM Cap


Am 25. März 2001 feierte Pfarrer Pater Alban sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Chor studierte zu diesem Anlass die „Missa Antiqua“ von Wolfram Menschick ein und musizierte zusammen mit einem Bläserensemble den Festgottesdienst. Mit verschiedenen gesanglichen Einlagen erfreute der Chor die Festgemeinde beim anschließenden Stehempfang im Canisiusheim.

„Das 40-jährige Priesterjubiläum des Pfarrers der beiden Kirchengemeinden Heilig Kreuz Deggingen und St. Pantaleon Reichenbach/Täle, Herrn Pater Alban Schmitt OFM Cap., war Anlass zu einer frohen Feierstunde am Sonntag „Laetare“ , dem 25. März 2001.

 

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Lebenslauf Pater Alban

Der anschließende Stehempfang

 
 Kirchenchor Priesterjubiläum P. Alban
 
Geladene Gäste und Mitglieder beider Kirchengemeinden versammelten sich zu Ehren des Jubilars in der Heilig Kreuz Kirche zum Festgottesdienst, der mit einem Rondo für ein Blechbläserensemble unter Leitung von Thilo Sedlazcek feierlich eröffnet wurde. Zusammen mit dem Heilig Kreuz-Chor gestaltete das Ensemble die Festmesse mit der „Missa Antiqua“ von Wolfram Menschick unter musikalischer Gesamtleitung von Walter Dolak.


 

Pater Alban, der seit November 1998 in den Gemeinden Deggingen/Reichenbach als Seelsorger tätig ist, wurde am 29.6.1933 in Mainz geboren.
Nach dem Abitur in der Klosterschule in Bensheim trat er 1955 in den Orden der Kapuziner ein. Dem Noviziat in Stühlingen folgte ein Studium der Philosophie und Theologie mit der anschließenden Weihe zum Priester im Alter von 28 Jahren.

Im Anschluss an ein pastorales Jahr in Krefeld wurde er als Aushilfspater nach Bensheim und Offenburg gerufen. In den Jahren 1965 bis 1969 diente er als Wallfahrtsseelsorger und Religionslehrer in Zell a. H.

Neben vielen Stationen dürfte wohl die Zeit in Mainz von 1969 bis 1983 einen tiefen Eindruck im Leben Pater Albans hinterlassen haben. Dort nämlich war er zehn Jahre als Zigeunerseelsorger Ansprechpartner und persönlicher Berater für das wandernde Volk in allen Belangen des Lebens.

Dieser bewegten Zeit folgte der Ruf nach Münster (1983-1986), Bebra (1986-1989) und Bad Mergentheim (1989-1998), wo er als Guardian den jeweiligen Ordensgemeinschaften vorstand und ebenfalls Seelsorgedienste versah.

Der Rückblick auf 40 Jahre im Dienst der Kirche lädt ein zur Besinnung und ist Grund  zum Dank.
Der Gastprediger, Pater Kilian, der in seiner Jubiläumsansprache bewusst auf die Aufzählung von Verdiensten Pater Albans verzichtet hatte, predigte allgemein über das Leben eines Christen, anlehnend an Worte des Apostels Paulus in seinem Brief an die Römer:
´Der Mensch könne sich seiner eigenen Verdienste nicht rühmen, sei er doch allein durch Gottes Gnade das, was er ist. Er rühme sich in seiner Hoffnung im Hinblick auf die Herrlichkeit Gottes, aber er rühme sich ebenso all seiner Bedrängnis.
Sein Wunsch an Pater Alban und an die Anwesenden zielte darin, dass die künftige Zeit, ob in Freude oder Bedrängnis, ob in Hoffnung oder Zweifel, ob in Leben oder Sterben ein Lobpreis zu Gottes Ruhm und Ehre sei.´

 

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Im Anschluss an die Messfeier, die Pater Alban gemeinsam mit Pater Kilian und dem Provinzial Pater Richard zelebrierte, bot ein Stehempfang im Canisiusheim Gelegenheit für persönliche Gespräche. Für musikalische Einlagen sorgte wiederum der Heilig Kreuz Chor.
Stellvertretend für die Kirchengemeinden Deggingen/Reichenbach sprach der Vorsitzende des Kirchengemeinderates der Heilig Kreuz Gemeinde, Reinhard Probost:
´Es sei nicht immer einfach, sich auf Gott und die Menschen einzulassen und sich dieses Ziel täglich neu zu setzen. Dennoch spüre man bei Pater Alban, dass er Erfüllung und Freude in seiner Berufung als Priester und Ordensmitglied finde. In einem Alter, wo andere in Pension gehen, habe er sich der Herausforderung gestellt, die Leitung einer Kirchengemeinde zu übernehmen. Dass dabei die Eigenständigkeit beider Kirchengemeinden bewahrt bliebe, gewährleiste die Verteilung der seelsorgerlichen Aufgaben innerhalb des Konvents.
Man habe während der Zeit der Zusammenarbeit besonders seinen Humor schätzen gelernt, der in lebendigem Kontrast zur Schwabenmentalität stünde. Auch seine Kritik, seine Anregungen und seine Sparsamkeit fänden Anklang bei den Planungen innerhalb der Kirchengemeinderäte.
´
Den Wahlspruch Pater Albans aufgreifend, der da heißt: „Niemand fällt aus Gottes Hand“, übermittelte Reinhard Probost die Glückwünsche beider Kirchengemeinden zu dem besonderen Ehrentag und überreichte dem Jubilar als Geschenk eine Stereoanlage.

Bürgermeister Hermann Stickel überbrachte Pater Alban die Glückwünsche der Gemeinde- und Ortschaftsräte, sowie aller Mitbürger.
Sinnbildlich verglich er die Aufgabe des Seelsorgers als Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Gemeinde mit der eines Brückenbauers und lobte die  wertvollen zwischenmenschlichen Begegnungen mit den Patres.
Mit dem Bildband „Kunstwerke, Land und Leute“ als Geschenk könne  Pater Alban sein Wissen über den Stauferkreis vertiefen und auf diese Weise die schwäbische Landschaft noch besser kennenlernen.  

Die evangelische Kollegin, Pfarrerin Martina Rupp, brachte die Zuhörer auf originelle Weise mit ihrem Bild vom Seelenhirten zum schmunzeln. Sich auf die Vielfalt verschiedenster Schafe einzulassen und dabei jedem gerecht zu werden, sei wohl eine Kunst. Weil dies nicht immer leicht und machbar sei, dürfe der Hirte getrost auch einmal „Schafe Schafe sein lassen“, riet sie Pater Alban.

Der Provinzial der Ordensgemeinschaft Pater Richard nahm die Begegnung mit den Mitgliedern der Kirchengemeinden wahr, um seinen Dank auszusprechen für die gute Zusammenarbeit zwischen den im Konvent lebenden Patres von Ave Maria und den zu betreuenden Institutionen Martinusheim, St. Pantaleon und Heilig Kreuz.
Eine langfristige Versorgung der Gemeinden durch die Patres in Ave Maria könne er zwar nicht garantieren, jedoch sei man vorläufig um gute Lösungen bemüht.  
Eingehend auf die Berufung Pater Albans als Seelsorger in Deggingen ließ er wissen, dass der Jubilar 1998 die Wahl für Deggingen zu einem alternativen Vorschlag getroffen habe und mit seinem persönlichen Einverständnis besiegelte: „Das is es!“

In einem Schlusswort stellte Pater Alban humorvoll fest, er müsse in Anbetracht der verteilten Lorbeeren vor sich selbst den Hut ziehen.  
Dank jedoch sei an erster Stelle dem Herrgott, der all das, was in seinem Leben geschehen, ermöglichte. Er sehe sich lediglich als Sämann, der die Saat ausbringt und darüber staunt, was Gott gedeihen lässt. Dankbar dabei dürfe er auf eine schöne Zeit zurückblicken, und im Hinblick auf die Zukunft die Erfüllung der Verheißung Gottes erhoffen.

Im Hintergrund des Geschehens waren viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit der Ausschmückung des Saales und der Bewirtung zu Gange, und haben hiermit einen wertvollen Beitrag zum Gelingen dieses Festaktes geleistet. Ihnen allen sei herzlich gedankt.“
 
Schriftführerin Susanne Scheiring