Rückschau auf das Jahr 2001


Zu Beginn des Neuen Jahres sei ein Rückblick gewährt auf die Chorarbeit des Kirchenchores von Heilig Kreuz im vergangenen Jahr 2001.

Die wöchentlichen Proben am Freitagabend um 20.00 Uhr im Canisiusheim waren das ganze Jahr über lobenswert gut besucht.
Bei einer Mitgliederzahl von 32 Sängerinnen und Sängern war jeder gefordert, seinen Platz im Chor beständig auszufüllen, damit wertvolle und gute gesangliche Leistungen erzielt werden konnten. Besonders hervorheben darf man die kontinuierliche Anwesenheit  der Männerstimmen, die in Chören unserer Zeit eine besondere Rarität darstellen.

Am 25. März 2001 feierte Pfarrer Pater Alban sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Chor studierte zu diesem Anlass die „Missa Antiqua“ von Wolfram Menschick ein und musizierte zusammen mit einem Bläserensemble den Festgottesdienst. Mit verschiedenen gesanglichen Einlagen erfreute der Chor die Festgemeinde beim anschließenden Stehempfang im Canisiusheim.

Zwei Wochen später folgten der Gottesdienstgestaltung am Palmsonntag, die Karwoche mit der Karfreitagsliturgie und das Auferstehungsfest Ostern. Der Einladung zum Osterhochamt  folgten zahlreiche Gottesdienstbesucher aus dem nahen Umkreis und es war erfreulich, das Hochfest mit der „Messe in G-Dur“ von Franz Schubert für Chor und Orchester in großer Gemeinschaft zu feiern.

Neben den Kirchenfesten Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam erbrachte der Chor an weiteren 10 Sonntagen kirchenmusikalischen Dienst.
Der Besuch des Bischofs der Diözese Rottenburg/Stuttgart Gebhard Fürst anlässlich der 40-jährigen Dekanatsfeier endete mit einer gemeinsamen Andacht in den späten Abendstunden des 30.Oktober 2001 in der Heilig Kreuz Kirche, bei der ebenfalls der Kirchenchor mitwirkte.

Weiterer Höhepunkt war die Erarbeitung der so genannten „Spatzenmesse“ Missa in C von W. A. Mozart für Chor und Orchester zum Weihnachtshochfest. Als bekannt wurde, dass der Kirchenmusiker Walter Dolak krankheitsbedingt das Werk nicht dirigieren kann, erklärte sich kurzfristig Karl-Heinz Geier zur Leitung bereit. Für diese schnell gefasste Entscheidung sei dem pensionierten ehemaligen Dirigenten des Chores herzlich gedankt. Leider musste im Orchester ebenfalls wegen Erkrankung auf die doppelte Besetzung beider zweiten Geigen verzichtet werden.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst am 24.11.2001 wurden bei der alljährigen Cäcilienfeier des Chores im Gasthaus „Schwanen“ vier Chormitglieder für ihre treue Mitgliedschaft geehrt. Auf einen außerordentlichen Verdienst, nämlich 50 Jahre Singen zum Lobe Gottes, konnte Manfred Hagenmaier zurückblicken. Persönlich wurde ihm diese Ehrung jedoch erst nachträglich zuteil.
Weitere Ehrungen für den langjährigen Dienst in Kirchenchören entfielen auf: Hans Scheiring für 30 Jahre, Kuno Leibold für 15 Jahre, Joachim Roth für 10 Jahre.
Einige Chormitglieder präsentierten lustige Einlagen und verschiedene Darbietungen im weiteren Verlauf des Abends. Zu späterer Stunde entdeckten die Nachtschwärmer des Chores die Vielfalt weltlicher Gesänge zum Klang von Gitarre und Trommel.

 

So sollten also auch gesellige Zusammenkünfte in der Jahresplanung nicht zu kurz kommen. Eine vorgesehene Wanderung wurde am 06. Mai kurzfristig verwirklicht. Bei neblig feuchtem Wetter spazierte Jung und Alt vom Friedhofsparkplatz aus über den Galgenberg nach Auendorf, um dort bei gutbürgerlichem Mittagessen im Gasthaus „Hirsch“ Rast zu halten. Der Rückweg führte über die neu angelegten Wege Richtung Bad Ditzenbach.

Einen sehr schönen Ausflug ins Elsass erlebten die Chormitglieder am Sonntag, dem 15. Juli 2001:
Bei der Gottesdienstgestaltung mit einer Messe von Charles Gounod begleitete der langjährige Organist des Straßburger Münsters den Chor auf der Silbermann-Orgel im Münster von Marmoutier. Im Anschluss erhielten die Chorsänger eine kleine Orgelkunde zu diesem kostbaren Kleinod der Abteikirche: Um 1709 von dem Sachsen Andreas Silbermann erbaut und im Jahr 1746 von dessen Sohn Johann-Andreas Silbermann vervollständigt, wurde die heute am besten erhaltene Orgel Silbermanns im Jahr 1955 in den ursprünglichen Zustand restauriert.
Nach einer interessanten Kirchenführung und anschließendem Mittagessen war das nächste Ziel das nahe gelegene Kloster in Reutenbourg, ein Wallfahrtsort zur Notre Dame de Reinacker. Mit spontanen Chorklängen in der kleinen Wallfahrtskirche erfreuten die Chormitglieder die dort ansässigen Franziskanerinnen, die zum Wiederkommen einluden. Weitere Station des Ausflugs war Straßburg. Die meisten Ausflügler nutzten die Gelegenheit für einen Besuch im Straßburger Münster. Trotz Regen bleibt der schöne Tag in angenehmer Erinnerung.

Ein erfülltes Jahr 2001 liegt hinter den Sängerinnen und Sängern des Kirchenchores Heilig Kreuz. Deshalb sei allen herzlich gedankt für den freudigen und unermüdlichen Einsatz beim Singen zum Lobe Gottes. Ebenfalls ein herzliches „Vergelt´s Gott“ gebührt allen Freunden der Degginger Kirchenmusik, und all jenen, welche den kirchenmusikalischen Dienst schätzen und unterstützen. In diesen Kreis eingeschlossen sind die Organisten, Instrumentalisten und Solisten, für die das Musizieren in der Chorgemeinschaft im Laufe vieler Jahre schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden ist.