Kirchenchorausflug - 19.07.2009


Kirchenchorausflug nach Reichenbach u.R., Hohenrechberg und Donzdorf, in die Heimat unseres Dirigenten Simon Fröstl.
Der Heilig-Kreuz-Chor gestaltete zunächst in der St. Petrus-Kirche in Reichenbach u.R. den Gottesdienst mit anspruchsvollen 8-stimmigen Chorsätzen („Jauchzet dem Herrn“ und „Denn er hat seinen Engeln“ beide von F. Mendelssohn-Bartholdy). Susanne Scheiring erfreute die Zuhörer mit den Sologesängen „Meine Seele hört im Sehen“ von G.F. Händel und „Er weidet seine Herde“ ebenfalls von G.F. Händel, aus dem Messias. Die Kollekte wurde für den Neubau des Gemeindehauses von Reichenbach u.R. verwendet. Zelebrant des Gottesdienstes war Pfarrer Anton Gruber, der sich auch als Komponist einen Namen gemacht hat. Einige seiner Kompositionen hat unser Chor schon vor ein paar Jahren geprobt und aufgeführt.

Die Kirche St. Petrus wurde 1931 am Platz der spätgotische Vorgängerkirche errichtet. Die Innenausstattung in der heutigen Form geht auf eine Maßnahme im Jahr 1974/75 zurück. Maßgebliche Künstler waren das Ehepaar Gottfried und Traute Gruner aus Leinfelden-Musberg.
Nach dem Mittagessen im „Schurrenhof“ besichtigten wir die Wallfahrtskirche Hohen Rechberg. Auf dem steilen Fußweg dorthin säumten auch wilde Orchideen (Müllers Stendelwurze) unseren Wegesrand. Dort sangen wir im Chorraum einige geistliche Lieder.
Die 1686 erbaute Wallfahrtskirche Hohenrechberg befindet sich auf dem Gipfel des Rechbergs. Sie bildet zusammen mit der Ruine ein harmonisches Ensemble aus Landschaft, Historie und Kunst. Zweifelsohne begeistert der herrliche Ausblick, der sich dem Besucher vom Rechberg bietet.


 Chorausflug 2009

Seit Ende des 11. Jahrhunderts ist der Hohenrechberg ein Gnadenort. Damals brachte ein Einsiedler ein schönes, aus Lindenholz geschnitztes Marienbild mit. Er erbaute für dieses Marienbild eine hölzerne Kapelle und für sich eine Klause. 
Von nah und fern kamen schon damals kranke und hilfsbedürftige Menschen, um die Gnadenmutter vom Hohenrechberg um Hilfe zu bitten. Dieses Gnadenbild, das in besonderem Zustand erhalten ist, wird bis auf den heutigen Tag die "Schöne Maria" genannt.
Um das Jahr 1488 ließ Graf Ulrich von Rechberg eine steinerne Kirche erbauen. Durch die Zunahme der Wallfahrt erwies sich diese Kirche aber bald als zu klein, so dass 1686 Graf Bernhard Bero von Rechberg den Bau der jetzigen Barockkirche, die auf dem Platz der ehemaligen hölzernen Kapelle steht, durch Valerian Brenner aus dem Bregenzer Wald vorantrieb. Die erste steinerne Kirche wurde damals in das heutige Pfarrhaus umgebaut.

Wir fuhren weiter nach Donzdorf und besichtigten dort das Schloss mit seiner schönen Parkanlage.  Das Schloss Donzdorf mitten in der Stadt Donzdorf wurde 1568 im Auftrag Hans von Rechberg zu Hohenrechberg zu Illeraichen-Scharfenberg erbaut. Der dreigeschossige Renaissance-Bau mit vier achteckigen Türmen wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrmals umgebaut.
1764 bis 1765 entstand südlich des Schlosses der Schlosspark als barocke Gartenanlage. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dieser in seine heutige Gestalt als englischer Landschaftsgarten umgewandelt. In dem von einer Mauer umgebenen Park befindet sich vor dem Schlossteich eine Sonnenuhr.

Durch einen Kaufvertrag aus dem Jahr 1987 wurde das Schloss durch Graf von Rechberg und Rothenlöwen an die Stadt Donzdorf verkauft. Der Schlossgarten ist seit 1992 der Öffentlichkeit zugänglich. Seit Mai 1995 fungiert das Schloss als Verwaltungszentrum der Stadt Donzdorf. Im Erdgeschoss befindet sich das von einem Architekten aus Venedig im venezianischen Stil entworfene Schlossrestaurant mit einem historischen Gewölbesaal.

Einige Chormitglieder versuchten in diesem Schlosspark auf einer Wildsau zu reiten, mit einem Flötenspieler ein Duett vorzutragen oder die Brüste einer freizügigen Wasserjungfrau mit den Händen zu bedecken.

In der schönen Pfarrkirche St. Martiuns in Donzdorf, aus dem 15. Jahrhundert, sangen wir zum Abschluss eines sehr harmonischen und geselligen Ausflugs wieder im Chorraum einige Lieder aus unserem Repertoire. Besonders erwähnenswert in dieser Kirche sind die herrlichen Deckengemälde des Kirchenmalers Joseph Wannenmacher, sowie zahlreiche kunsthistorische Grabmäler der Grafen von Rechberg.